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Sie sind zu Gast bei PADIAMÉNOPÉ BA PALLAWATSCH ESQ. [aka "THE GHERKIN"]
E I N G A N G in eine groteske, skurrile, absonderliche, extraordinäre, befremdliche und bizarre Welt!
Willkommen, Bienvenue, Welcome, Bonjour, Jambo, Bienvenidos, Hello, Servus und... T A C H... Wie isset Disch??? | | Hallo Besucher: Ich heiße Dich oder auch Sie sehr herzlich willkommen! Dies ist meine INTERNET-PRÄSENZ. Hier kann man stöbern, sich nun ein wenig umsehen und auch Spaß haben. Der geneigte Leser findet eine Menge Lesestoff, der "nur mal eben gaaaanz kurz vorbei-Gucker" pickt sich vielleicht nur das für ihn Passende heraus. Alle anderen Leser/PicFriends sind mir jedoch auch SEHR WILLKOMMEN! Have some fun! Lest, helft mit, daß es nicht nur noch Hörbücher gibt in naher Zukunft. Es wird fast nur noch Literatur gehört (hörte ich), es wird viel zu wenig gelesen! Vor allem unsere Jugendlichen nehmen zu selten ein Buch zur Hand - es sei denn, sie werden stets dazu gezwungen ("Ich erwarte von Euch in zwei Wochen ein Referat über eines der hier zur Auswahl stehenden Bücher. Und übrigens, Thomas Kogel, "Das Lustige Taschenbuch" kann ich als, tja, Gegenstand eines Referats nicht gelten lassen. Schmink´ Dir das ab..."). Das war natürlich ein rein fiktiver Dialog! LATÜRNICH! |
PADIAMENOPE BA PALLAWATSCH Esq. ( = aka "The Gherkin") IST SCHRIFTSTELLER AUS MG RHEYDT - GEISTENBECK |
ES WIRD AUSDRÜCKLICH DARAUF HINGEWIESEN, DASS SÄMTLICHE RECHTE AN DEN HIER UNTER MEINEM NAMEN VERÖFFENTLICHTEN TEXTEN BEI MIR LIEGEN. WEITERVERWENDUNG, ABDRUCK IN ANDEREN MEDIEN, VERÖFFENTLICHUNG IN WEBPRÄSENZEN UND / ODER AUCH BLOGS, KOLUMNEN UND FOREN, AUCH, WENN ES SICH NUR UM AUSZÜGE HANDELT, BEDÜRFEN STETS MEINER DIREKTEN ZUSTIMMUNG. EINE NEGIERUNG DIESES HINWEISES KANN ERNSTHAFTE JURISTISCHE SCHRITTE NACH SICH ZIEHEN! WENN NICHT ANDERS VERMERKT, SO SIND ALLE TEXTE VON MIR!

Dann also zu mir. Ein paar Fakten:
In Mönchengladbach-RY-Geistenbeck - sehr hoch droben auf dem Berg, im wohl absolut herrlichsten Zentrum des Niederrhein-Gebietes - exakt hier ist der Autor Padiamenope Ba Pallwatsch Esq. Zuhause! Vielen auch bekannt als "The Gherkin". Wenn man gewisse periodisch publizierte Druckschriften aus Lübeck kannte, die alle zwei Monate erschienen; seit Februar 2010 „out of business“. Ich persönlich finde das mehr als schade. Ein klasse Magazin!
Was bitteschön bedeutet PADIAMENOPE BA PALLAWATSCH? Übersetzt heißt es: imbeziler Skribent - oder auch, auf gut Deutsch: vielschreibender Verlierer-Idiot. Ich rechne mich zu der Generation der "BEAUTIFUL LOSER". Ach ja, und "BA" bedeutet übrigens Seele. Die besitze ich. Wenngleich sie auch sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden ist… Über all diese Jahrzehnte des Kampfes und des Frustes und des Zagens, Zauderns und Zeterns und des Scheiterns und ... Ein früherer Freund, aus London, sein Name ist Nigel, sagte einst über mich, ich sei "Gawky Gonzo Gherkin", das trifft es ziemlich gut, meine ich. Von der Mentalität her bin ich ein Seeteufel. Einen starken Drang habe ich dazu, in der jeweiligen Wohnmaschine stets unterm Dach leben zu müssen (das ist auch jetzt gerade wieder der Fall). Warum? Ich will vermeiden, das ist doppeldeutig gemeint, dass mir die Leute auf dem Kopf herum trampeln können. Wahrscheinlich habe ich einen Dachschaden! Bei den bislang erfolgten 44 Umzügen (nur in ganzen 16 Fällen gab es die Kaution zurück!!!) habe ich das immerhin fast 30 x geschafft!
Besuch in Hachenburg (Westerwald), vor 12 Jahren, frischere Fotos gibt es nicht, weil es auch niemanden gibt, der mich hätte knipsen können.

Ich schreibe...
...Satiren, Rezensionen, Biografien, ganz besonders gern Kurzgeschichten, Prosa, etwas Lyrik, auch Drehbücher, Essays, Bühnenstücke und viele Grotesken; ich liebe Pranks, Nonsens und den Hoax, habe Freude an Zynismen, Aphorismen, Paralipomena & der Bloggophonie! Enter my bloggosphere (gherkin.log)!
Nicht nur der totale Wahnsinn lebt hier, auch ein äußerst talentierter, irgendwie erfrischend jung gebliebener Schriftsteller der Extraklasse! Viele Publikationen und eine Menge skurriler Postings in vielen Weblogs, Online-Bürgerzeitungen und U-Fanzines - Padiamenope Ba Pallawatsch! Twitter- und Blog- Generation XXL 2010!
Arbeiten für das "Hanfblatt" (ist jetzt leider Vergangenheit)

Rezensionen:
"Blowin´ free" (aXXL Junker)© Gherkin
"Language is a virus" (aXXL Junker)© Gherkin
"Die Dichtung vom Haschisch" (Baudelaire)© Gherkin
Artikel:
"Die Dienstreise"© Gherkin
"Testbericht "BLACK GOLDEN NUGGETS PAKISTANI"© Gherkin
"Das Jubiläum"© Gherkin
"Die verschiedenen Kiffer-Typen"© Gherkin
"Suche - Sucht - Süchteln"© Gherkin
"Was wäre wenn..."© Gherkin
"Der Pot-Papst David Peel"© Gherkin
Gherkin´s CRUEL CREED: Ich hätte, mit prachtvollem, dichtem Haupthaar ausgestattet, ein nahezu unerträglich schönes Leben gehabt, bei meiner Seel´. Mich deucht, meiner Treu´, mich dünkt, meine lieben Leser, ich hätte ALLES gehabt: Viele Frauen, beruflichen Erfolg, Freunde, Spaß am Leben, Sex, jede Menge Geld.... Aber so, da mich mein Kopfschmuck bereits Anfang 20 [!] so schmählich im Stich ließ, den Hausherrn böse verspottend, jedwede Gefolgschaft versagend, wurde ich zwangsläufig selbstmurmelnd ein notorischer, steter, begnadeter, überragender und in allen Bereichen Spitzenwerte erzielender Loser! Tja...
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2009-2010 © GHERKIN

Heute schon in eine leckere Schlangengurke gebissen? Wichtig! Bitte nicht vergessen. Warum? Hier sind einige nette Fakten über Gurken allgemein:
>DIE GURKE AN UND FÜR SICH<
Gurke (Cucumis sativus)
EIN FRUCHTGEMÜSE
Die Gurke (engl. Cucumber, franz. Concombre, ital. Cetriolo, span. Buvango, port. Pepino) wird auch Salatgurke oder Schlangengurke genannt. Sie gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Ursprünglich stammt die Gurke entweder aus dem tropischen Afrika und gelangte schließlich über Ägypten in den südeuropäischen Mittelmeerraum, oder sie stammt von den Südhängen des Himalayagebirges. Heute ist das wohl größte Erzeugerland China. Aber auch Griechenland, die Niederlande, Italien, Spanien und andere mitteleuropäische Staaten gehören zu den großen Anbauländern. In warmen Klima wachsen Gurken im Freiland, während sie in gemäßigten Klimazonen natürlich meist in Gewächshäusern gezüchtet werden, da sie sehr kälteempfindlich sind. Im Sommer geerntete Gurken haben eine dünnere Schale und können, wenn sie unbehandelt sind, auch mit Schale gegessen werden. Im Winter stammen die Gurken aus Gewächshäusern und haben meist eine dickere Schale, die man besser abschält, weil sie leicht bitter schmeckt und etwas härter ist. Gurken bestehen bis zu 97 % aus Wasser und sind daher kalorienarm. Gurken können bis zu 40 cm lang werden. Ihr Durchmesser beträgt bis zu 10 cm und eine einzelne Gurke kann bis zu 1,5 kg schwer werden. Frische Gurken sollten eine feste dunkelgrüne Schale besitzen. Je länger sie reifen, desto gelber und weicher wird die Schale. Außerdem sollten Gurken fest sein und sich nicht stark biegen lassen. Darauf achten, dass auch die Endstücke nicht zu weich sind. Es gibt auch so genannte Minigurken oder Bauerngurken, die sehr aromatisch sind. Sie werden nur bis zu 15 cm lang und wiegen höchstens 250 g. Besonders feste Freilandgurken, deren Fruchtfleisch nicht so wasserreich ist, werden auch als Schmorgurken angeboten. Sie sind sehr viel dicker, schwerer und haben eine gelblichgrüne Schale. Sie eignen sich besonders gut zum Schmoren.
volkstümliche Namen: | Gorke, Gümmerle, Joreke, Jurche, Murgen, Krazewez, Urmurke, Gherken (nett, oder?) |
Meine Spitznamen: | Gherkin, Gurke, Cuke, Cucumber, Komkommer, Cornichon, Pickle, Hardie, Zucchini usw. etc. pp. |
Die Gurke wächst sowohl in Gärten und auf Feldern. Wild kommt sie in Mitteleuropa praktisch nicht vor. Im Frühling kann man sie im Haus vorziehen. Sobald Mitte Mai die Frostgefahr gebannt ist, werden die Gurken in warmen Gegenden ins Freiland gepflanzt. In kühleren Gegenden werden die Gurken im Gewächshaus angebaut. Der Stängel der grünen Gurkenpflanze ist rau und sucht durch korkenzieherartige Ranken nach Halt. Auch die herzförmigen Blätter sind rau, fast stachelig behaart und werden bei ausgewachsenen Gurkenpflanzen über 30 cm groß.
Im Laufe des Sommers wird die Gurkenpflanze zwei bis drei Meter hoch bzw. lang. Ab Juni blühen kleine gelbe Blüten. An den weiblichen Blüten kann man bereits kleine Gurkenansätze erkennen. Die männlichen Blüten sitzen auf dünnen Stängeln. Innerhalb von knapp zwei Wochen reifen die befruchteten Blüten zu Gurken heran.
Wenn man sie an der Pflanze hängen lässt, werden sie immer dicker und größer und irgendwann werden sie sogar gelb, ihrer eigentlichen Reifephase. Gegessen werden die Gurken jedoch meistens in ihrer grünen Wachstumsphase.
Am bekanntesten ist die Gurke im Salat, aber auch als Gemüse oder in Suppen schmecken Gurken ganz hervorragend. Das bevorzugte Gewürz für Gurken ist der Dill.
Auch für Säfte eignet sich die Gurke hervorragend, denn sie enthält sehr viel Wasser. Mit einem Entsafter kann man geschälte Gurken sehr einfach in Saft verwandeln. Besonders lecker schmeckt der Gurkensaft mit einem Schuss Zitronensaft und einen Eiswürfel.
Gegessen oder getrunken wirkt die Gurke Wasser ausleitend und hilft Nieren- und Herzkranken. Die Gurke wirkt entschlackend und ist förderlich für Darm, Nieren, Lungen und die Haut.
Auch für Diabetiker ist die Gurke hilfreich, denn sie senkt den Blutzuckerspiegel.
Sogar gegen Wechseljahrsbeschwerden hilft die Gurke.
Auch äußerlich kann man die Gurke vielfältig einsetzen.
Sehr bekannt sind Gurkenscheiben als Gurkenmaske zur Erfrischung der Gesichtshaut.
Der Gurkensaft hilft bei fast allen Hauterkrankungen. Einfach auftragen, wenn möglich einmassieren und antrocknen lassen.
Wirkt gegen Brandwunden, Sonnenbrand, Pickel, Flechten, Dekubitus, Geschwüre und schlecht heilende Wunden.
Heilwirkung: | Akne, Augen stärkend, Blasensteine, Blutzucker senkend, Brandwunden, Dekubitus, Diabetes, Hautentzündungen, Nierensteine, Verstopfung, Wechseljahre, blutreinigend, entgiftend, entschlackend, harntreibend |
THE CUCUMBER (also known as THE COWCUMBER)
So there you have it. The official reasons for the cucumber's staying power--the cucumber is cool, plays well with others, and has no offensive smells--characteristics we should all strive for. However, there remain some curious facts about how the cucumber is marketed. In researching this article I found that far more women's products are made with cucumber than men's products. Also, women prefer cucumber-based products to any other botanical. Hmm, could it be something about the color green that women especially find attractive? What is it about this phallic-shaped fruit that women find so compelling? Curious indeed. To paraphrase Kermit, 'It's not easy being green.' Gherkin: "I AGREE!!"
Wie heißen die göttlichen Gewächse eigentlich in anderen Ländern, außer Cucumber, Concombre etc.? Hier habe ich lediglich 10 Namen aufgelistet:
Almindelig agurk oder Agurk = DÄNISCH |
Ogórek = POLNISCH | | |
Augurk / Komkommer = Niederländisch | | |
Kumara = Slowenisch | | |
Harilik kurk = Estnisch | | |
Uborka = Ungarisch | | |
Okurka setá = Tschechisch | | |
Simun, Rampu / Timun = Kelabit/Iban | | |
Gorkos = Comcombrisch | | |
Gurka = Schwedisch | | |
U N D G U R K E N S I N D B E S S E R A L S M Ä N N E R . .
Living a (na ja) good life in Baja Rhenania! Hier in Geistenbeck!
Ich bin eine Art Mischwesen aus Randy Marsh, Peter Griffin, Homer Simpson und zudem Ren Hoek. Früher versuchte ich mich, zum Teil erfolgreich, zum anderen Teil immens erfolglos, z. B. als 5-Cent-Automaten-Briefmarken-Fälscher, mit dem Vertrieb von "WARUM?"-Schildern, die ich stets flott zur Hand hatte, wo auch immer ein entsetzliches Verbrechen begangen wurde in Deutschland - man muss eben schnell sein, dann ist man auch erfolgreich - und ich hatte eine Tamagotchi-Pension (ich gebe es zu, dies war eines der schlechteren Projekte der letzten Jahrzehnte, ich habe mit deutlichem Minus abgeschlossen). Gern beschäftige ich mich mit den Phänomenen "Schwarze Löcher", "Wurmlöcher", "Hypernovas" und "Dunkle Materie". Das sind Themen, die (noch) weit über unseren Horizont hinaus reichen. Ach ja, hatte ich fast vergessen: Ich denke über eine Küchenwespenzucht nach. Diese netten kleinen Kerlchen verputzen die Lebensmittelmotten. Und wenn keine Motten mehr da sind, legen sie sich brav in die Ecke, zum Sterben. Wenn also der Haushaltsvorstand, deine Frau, keine Küchenwespen mehr sehen kann, dann hat sie mit Sicherheit auch keine Lebensmittelmotten mehr (sofern sie früher welche beherbergte!). Das wird ein einträgliches Geschäft. Wer will mitmachen? Wer schießt ein wenig Asche vor, um den Plan konkret anzugehen? Wer beteiligt sich? Bitte melden: gherkin@hotmail.de
EINE MEINER "ARBEITEN"
Text selbstredend stets dem jeweiligen Ereignis angepaßt. Sie haben Interesse an einem BLANKO-WARUM-SCHILD? padiamenope.pallawatsch@googlemail.com
HEUTE LEBE ICH NICHT MEHR IN FESTEN IDEOLOGIEN ODER IM KLAR UMRISSENEN KONSTRUKT: GANZ ZU RECHT SIND VIELE MEINER FRÜHEREN ANKER UND DOGMEN UMGESTOSSEN UND VERNICHTET WORDEN, SIE SIND HEUTE MAKULATUR! HEUTE GILT NUR NOCH EINES: D I E W A H R H E I T !
Seit jeher lebte ich nach diesem Motto, sonst hätte ich auch die 44 Umzüge vom hohen Norden bis in den tiefsten Süden dieser Republik kaum überstanden:
Ich richt´ mich ein,
find´ mich zurecht...
Was wollt Ihr denn,
mir geht´s nicht schlecht!
ICH VERSUCHE AUF JEDEN FALL, POSITIV ZU DENKEN UND WEITERHIN AN MEINE CHANCE ZU GLAUBEN! KARMA KARMA...
WAS HABE ICH ALS SCHRIFTSTELLER BISHER AUF DIE BEINE GESTELLT ???
Die Erfolge als Autor:
10 Artikel für das "Hanfblatt" (Lübeck)
153 Kurzgeschichten geschrieben, 24 veröffentlicht
31 Artikel für diverse, periodisch erscheinende Hefte/Magazine, über wirklich GANZ Deutschland verstreut, so beispielsweise "Plärrer", "Fanzine Core", "Salt & Chilipepper", "Bubblegum", "Die Quetsche", "Du", "Trost für die sorglosen Tierpräparatoren West-Virginias" und "Des Mohren Gemächt" (jetzt N E U erstarkt!)
4 (Auftrags-)Biografien, zuletzt 2009 (Willich), das letzte Buch habe ich sogar aufbewahrt, ist einsehbar!
1 Bühnenstück ("INPUT - OUTPUT"; es wurde sogar aufgeführt, in Köln-Sülz: "KOMM-THEATER")
1 Drehbuch für eben dieses obige Bühnenstück
1 Beitrag in einer Frieling-Verlag-Anthologie -
zudem: 1 Kurzgeschichtenband "Federlicht", Schmunzeln und Lachen (Kater-Verlag; hier enthalten: "Die Düsseldorf Saga" - Das Buch Genesis, auf Seite 9 zu finden)
VERLAG GESUCHT für den jetzt fertigen short story - Sammelband "schörty schix scharp schort schdori schatts" (ist fertig am 12. Dezember 2010, nach über 36 Monaten Arbeit!)
DER ERSTE ARTIKEL ÜBERHAUPT ("BABBELGAMM", Nürnberg)
ABSTRUSISTAN GRÜSST HEFTIG! UND ABSURDISTAN WINKT...
Unverschämtes, Cuke-Chuzpe, Frechheiten, Hoax, böse Kommentare, Pranks, Zeitgeist-Schelte, Gurken-Power, Gherkin-World, heftige Werbe-Knüppeleien, Satiren, Glossen, Zynismen, Essays, groteske, skurril-absurde Kurzgeschichten, Sardonisches vom grünen Teufelchen, (mitunter) harte Attacken gegen politically uncorrectness, ziemlich heftige Shorties, Aphorismen, Apercus, NETtigkeiten aller ART, Gedanken, tags 2 go, Philosophisches, Ordinäres, auch: Intellektuelle Outputs, scharfes Raillieren, geile Wortspiele, freundliche & megaunfreundliche Bemerkungen, bissige Anmerkungen, Statements, Hardcore-Flashing, Pumpgun-Poetry vom Feinsten, Cucumber-Logicals, Cornichons-Mindfarts, Gurken-Grotescals, Pickle-Power-Postings, heavy tags, MIND-ORGASMS, interessante Denkansätze, Kultur, Kunst, Autoren-Trash, Trash-Writings, echt starke Sprüche, Bekenntnisse, Gherkin-Credo, Manifesto eines manisch Depressiven, grüne Galle, Bloggosphere, Bloggo-Maniac, Night-Shifter, crazy Blog-Stuff, Bloggo-Punk, Anarcho-Blogger Gherk´, ABSURDISTAN - und die SITRA ACHRA, Komkommer-Bloke, the fucking unbelievable Wix Pickle präsentiert: MY SPECIAL GREEN CUCUMBERIAN CHUZPISMS! FOR FUCK SICK, FOLKS! FOR DOUBLE-FUCKING-WHIFFY-SHIZZLE-SKEET-BIZZLE! JEDE MENGE SUBVERSIVES UND KONSPIRATIVES VOM MEISTER DER GURKEN!
Im progressiven Stil hier einige Negativ-Persönlichkeiten, von 1 – 12 (1 = relativ nett, kaum böse/12 = blanker Horror-Typ, man rennt schreiend weg, wenn man ihn auch nur sieht...):
1 = Bert (Sesamstraße)
2 = Oscar (Sesamstraße)
3 = Bernd (das Brot)
4 = Mrs. Turtle (Disney-Figur), hat ´nen unausstehlichen Sohn, ist selbst sehr böse
5 = Herzkönigin (Alice im Wunderland) „Rübe runter!“
6 = Bluto (Popeye) /// Kater Carlo (Micky Maus) /// Blaubarschbube (SpongeBob)
7 = Thaddäus Tentakel (SpongeBob)
8 = Winslow (CatDog)
9 = Hausmeister Willy (Simpsons)
10 = Eric Cartman (South Park)
11 = Montgomery Burns (Simpsons)
12 = Ren Hoek (Ren & Stimpy Show) - Außerhalb jeder Wertung: STEWIE GILLIGAN GRIFFIN, SOHN PETER GRIFFINS (FAMILY GUY), EIN SO BÖSES KIND, DASS ES WOHL EINE "18" IN DIESER SKALA ERGEBEN WÜRDE. DAHER KEINE WERTUNG!
HOMER SIMPSON - eine politische Persönlichkeit?© Gherkin
Derzeitig schreibe ich an meiner Dissertation über Homer Simpson, und sie trägt den Titel „Ist Homer Simpson eine politische Persönlichkeit?“ – und ich bejahe ausdrücklich. Dazu musste ich wirklich alle Folgen sehen; immerhin 8 Monate sah ich täglich diese Zeichentrickserie von Matt Groening. Danach hatte ich insgesamt 112 verschiedene politische Aussagen des gelben Familienoberhaupts, der auch das Magazin „Men´s Fatness“ abonniert hat. Nur ein Beispiel: Als Homer in China weilte, besuchte er den aufgebahrten Mao. Er beugte sich über ihn, stützte sich auf dessen imposanten Bauch auf und sagte: „Du hast 50 Millionen Menschen getötet - doooooch, das hast du! Haargenau!“ --- Und es gibt noch 111 weitere, klare Beweise für eindeutige politische Statements.
LYNCH FOREVER
Der Großmeister des Absurden: Ich werde nie das außergewöhnliche Glück haben, auch nur einen David-Lynch-Film (von der „Großmutter“ über „Twin Peaks“ bis „Lost Highway“) vollinhaltlich begreifen zu dürfen! Seufz...
STINGER´s BACK...
Wie sie so süß ihr Köpfchen schief zu legen weiß, wie sie so niedlich das Näslein zu kräuseln versteht. Ach, liebe Diplom-
Pädagogin Katharina Saalfrank, ich habe diesen dringlichen Wunsch schon so lange: Ich möchte Ihnen den Hintern versohlen und Sie dann in die Ecke schicken. Und danach geht es ohne Abendbrot gleich ins Bett. Das Frauen-Hintern-Versohl-Verbot (´84) sollte nur für dieses eine verdammte Mal bitteschön außer Kraft gesetzt werden. Büdde, büdde....
GOT A COLD?© Gherkin
SEIT VIELEN JAHRZEHNTEN DAS BESTE MITTEL GEGEN EINE STARKE ERKÄLTUNG ---
Husten überdursten, Schnupfen aushungern, Fieber entkernen, Schüttelfrost lähmen, Niesen entbeinen, Röcheln unterwandern!
MISSLUNGENE KOMMUNIKATION
Niklas Luhmann über gelungene und nicht so ganz gelungene Kommunikation:
Wenn man nicht sagen kann, dass man nicht meint, was man sagt, weil man dann
nicht wissen kann, dass andere nicht wissen können, was gemeint ist, wenn man
sagt, dass man nicht meint, was man sagt, kann man auch nicht sagen, dass man
meint, was man sagt... (Niklas Luhmann, Sprachkünstler, Philosoph & Soziologe)
Sehr nett formuliert: In einem BRISANT-Beitrag vom 22.09.09, um 17:21 Uhr, sagte ein Polizei-Sprecher anlässlich eines Verbrechens im Familienverbund in Brandenburg: "Das Weitere werden großartige Ermittlungen aufklären..." Das ist die richtige Einstellung! So wollen wir unsere Polizei, selbstbewusst und immens optimistisch.
PER ANHALTER DURCH DIE GALAXIS
DIE ANTWORT AUF ALLES IST 42!!! Jedenfalls nach Meinung des Autors von "the hitchhiker´s guide to the galaxy". Nie las ich das Buch, aber ich sah den Film von Garth Jennings, USA/GB 2005 - ein wahrlich wildes, wunderbares Spektakel...

Jugendbildnis (1964)
9 ZEICHNUNGEN VON MIR, DIE ERSTE (OHRENBEICHTE) IST EINE VON DER "TITANIC" INSPIRIERTE ADAPTATION
(wer noch mehr gurkige Paintings sehen möchte, gehe auf die letzte Seite - FILM -, ganz nach unten):


Auftragsarbeit für aXXL Junker, Schriftsteller auf Sylt, für das folgende Projekt: 



vollständig heißt der abgeschnitte Reim links unten:
DITTMEYER, HIPP UND DR. BEST, WIR WÜNSCHEN EUCH DIE HASENPEST!


Victor Oliva "Absinth" - hierzu eine kleine, groteske Geschichte: "FRUST IN DER WOHNMASCHINE"
DAT HOCHPROZENTIGE STÖFFKEN KOMMT IN DIESER GESCHICHTE VOR. BITTE AUFMERKSAM VERFOLGEN. STICHWORT "BOWLE":
KANN NICHT KLAGEN, DANKE!
Frust in der Dachkammer der Wohnmaschine „Gänsefüßchen“
Eine Gänse-Groteske (Padiaménopé Ba Pallawatsch)
HERE IS SOME OTHER STUFF FROM THAT CRAZY BLOKE NAMED 'THE GREEN GHERKIN'
Personen: Frau Gänseweyn (3. Stock), Frau Lebendrupf (1. Stock rechts), Frau Ganss (1. Stock links), Frau Feder (Kellergeschoss), Frau Gaensekiel (2. Stock), Frau Daune (Erdgeschoss), Herr Gerfried Gantherichs (Bewohner der Dachkammer im 4. Stock des Hauses Gänsefüßchen in der Gänsekleingasse 12, 61212 Bad Gössel, Stadtteil Rottgans-Nene)
Die Frauen stapeln sich zuhauf... Nein wirklich. Beständig will irgendeine etwas von mir. Ich habe da bereits ein T-Shirt anfertigen lassen. Text: „Elle wellet ebbes!“ Das ist brutalstes Schwäbisch – was natürlich in diesem Teil Deutschlands keiner versteht. Es bedeutet „Alle wollen etwas!“ - Aber weil es kein Mensch versteht, geht der Hype auf meine Person munter weiter. Ich kann nichts dagegen machen. Jetzt kommt wieder meine Nachbarin vom 3. Stock, die dicke Trutschel, Frau Gänseweyn. Bevor ich noch „Martinsstopfganszucht“ sagen kann, ist sie bereits in meiner Küche, und wirft ein Päckchen Salatsoße auf den Tisch, ein 5er-Päckchen „Salat Dressing Gartenkräuter Dill“, so, als wäre dies eine Art Eintrittskarte in meine Junggesellen-Welt, eine Berechtigung zum Aufenthalt. Diese Trutschel… Ich greife mir das Päckchen und erkenne, dass der Stempel „Mindestens haltbar bis Ende…“ auf 12/1996 lautet. Empört sehe ich Frau Gänseweyn an. Bevor ich jedoch etwas sagen kann, drischt sie bereits auf mich ein: „Aber Sie melden sich ja nicht, Sie böser Junge!“ Sie sagt das so, als könne dies meinen im Blick implizierten, deutlichen Vorwurf bezüglich des Mindesthaltbarkeitsdatums völlig entkräften. „Wenn Sie sich häufiger in den 3. Stock bemühen könnten, käme es wohl kaum…“ Ich unterbreche – durchaus etwas harsch, gewollt brüsk: „Ich habe wenig Zeit!“ „Aber Sie arbeiten doch seit über 5 Jahren nicht mehr!“ „Ich habe dennoch viel zu tun. Glauben Sie mir ruhig, Frau Gänseweyn, ich arbeite. Glauben Sie mir nur, ich arbeite…“ „An was denn?“ So spitzzüngig, so frechdreist, so schnodderig-kokett, diese Frau, muntere 59 Jahre jung, seit der Scheidung vor 3 Jahren allein stehend, kinderlos, meines Wissens ohne jede sinnvolle Betätigung jenseits der TV-Serien. Seit der Scheidung ist die gute Frau, denn ich wohne ja nun immerhin schon über 10 Jahre im Hause „Gänsefüßchen“, um satte 20 – 25 kg angewachsen. Ich antworte, betont ruhig: „In meinem Arbeitszimmer arbeite ich… An diversen… äh, Projekten. An, nun ja, gewissen, recht brisanten Angelegenheiten. Tja, an gewissen… hm… Sachen eben. Ganz erheblich. Eminent wichtig. Äußerst stringent arbeite ich daran, wissen Sie?“ „Ist das so?“ schiebt sie das Kinn vor. Ich lenke schnell ab: „Habe heute in der Stadt Ihre werte Frau Mutter getroffen.“ „So?“ „Sie wirkte ein wenig aufgeregt.“ „Aha?“ „Ja, ganz ohne Zweifel. Auf mich wirkte sie aufgelöst und auch ein wenig fahrig.“ Frau Gänseweyn hebt ihre buschig dichten Augenbrauen recht erstaunlich an.
„Worüber regte sie sich denn so auf, meine Frau Mutter, na?“ „Nun, es schien, also für mich jedenfalls hatte es diesen Anschein, als mache sie sich Sorgen.“ „Meine Frau Mutter?“ „Richtig!“ „Welche Sorgen könnte sie denn haben, bester Herr Nachbar?“ „Nun, sie schrie immerfort: Gelb ist die Farbe in dieser Saison! Gelb! Und ich konnte da schlecht widersprechen. Ich wagte es nicht, um es auf den Punkt bringen zu wollen. Besser gesagt, ich hatte keinerlei Handhabe, Frau Gänseweyn... Verstehen Sie?“ Die Nachbarin schaute mich misstrauisch an. „Nicht ganz, um ehrlich zu sein… Meine Mutter hasst Gelb. Schon seit jeher. Wenn Sie so wollen: Seit aller Menschheit Gedenken. Das ist mir nur zu bewusst!“ „Und dennoch hat sie es gebrüllt: Gelb ist die Farbe in dieser Saison! Gelb! Was also wollen Sie unternehmen, Frau Gänseweyn, na, was?“ Anstelle einer Antwort stob die dicke Trutschel davon, ich hörte noch einen von mir als Misston gedeuteten Zischlaut, dann knallte meine Wohnungstür zu. Mit was? Richtig, mit Schmackes!
Keine 136 Minuten später pochte es laut und anhaltend an eben dieser gerade noch, im letzten Satz erwähnten Tür. Ich öffnete mürrisch. Es war Frau Mechthild Lebendrupf, vom 1. Stock. „Guten Tag!“ „Hallo Herr Jantherichs, ich wollte mal nach Ihnen sehen und auf einen Sprung zu Ihnen reinschauen, wenn´s jestattet ist.“ Schon war sie an mir vorbei, dringt in meine Küche ein. Wirft ein Päckchen Salatsoße auf den Tisch. „Denn es sieht ja sonst keiner nach Ihnen, nicht wahr?“ Wie ich diesen Appendix hasse. Das kann ich gar nicht in Worte fassen. Was soll das überhaupt heißen – „nicht wahr“? Ist das eine Feststellung? Ist es eine Aufforderung an das Gegenüber, das Gesagte gleich als Lüge zu enttarnen? Ist es eine nichts sagende Floskel ohne jeden Gehalt? Oder ist es ein falsch formuliertes Kürzel für den Nachsatz „Das ist doch wahr, oder etwa doch nicht?“ – Wie auch immer, was auch immer, ich mag diese Appendixianer nicht. Eine kleine Hass-Auswahl: „oder?“ „gell?“ „woll?“ „newar?“ „nich?“ „wa?“ „stimmt´s?“ – oder auch „ja?“ und „nein?“ (besonders die beiden letzen Äußerungen implizieren eine starke Unsicherheit des Sprechers im Hinblick auf den soeben abgesonderten Satz) Es geht aber auch ohne Fragezeichen: „sag ich jetzt mal!“ „so!“ „aber hallo!“ (dämlich!) und „auf gut Deutsch gesagt“ oder „damit du das weißt!“ respektive „So, dann weißt du das jetzt!“ Seltener wendet der Appendixianer an: „meiner Treu´“, „meiner Seel´“ und „bei der Asche meines Großvaters“. Häufiger zu hören: „Punktum!“ „Basta!“ und „Klärchen?“ Es gibt tausende von Appendix-Äußerungen, und allesamt sind ziemlich sinnfrei. Akzeptieren könnte ich höchstens noch „falls du verstehst, was ich damit meine…“ Absolut akzeptabel: „Giggity giggity goo“ (Glen Quagmire) oder auch „Diddelididdelidoo“ (Flanders)! Gerade noch zu akzeptieren: „Ich bring euch alle um!“ (der "tote" Achmed) Ist doch wahr, nee wirklich, ist doch wahr…
Ich beäuge die Salatsoße. Es ist kein 5er Päckchen. Nur eine einzelne Packung dieses Mal – Gewürzkräuter. Immerhin haltbar bis Ende letzten Jahres. Immerhin… „Setzen Sie sich doch, Frau Lebendrupf“, sage ich zur bereits sitzenden Nachbarin vom ersten Stock. Sie schlägt die Beine übereinander und zeigt dabei dicke, pralle Waden vor. Für eine 67jährige zeigt sie eindeutig zu viel Bein, finde ich. Sie wirft den Schopf gekonnt nach hinten. Ich bleibe stehen... Sie spricht: „Wissen Sie, dass ich mir die Haare habe neu machen lassen?“ Ich sage lakonisch: „Aber die alten waren doch noch gut… Was ist denn los?“ Lebendrupf: „Sie sind immer so schroff, Herr Jantherichs!“ „Ich habe ja leider recht wenig Umgang mit der holden Weiblichkeit. Ich weiß mich weder richtig zu bewegen noch mich richtig zu benehmen im Angesicht der komplexen Schönheit!“ „Aber dat könnte ich Ihnen doch beibringen, nein?“ (Ächz!) „Nein nein…“, beeile ich mich zu versichern, „lassen Sie mal, ich komme sehr gut, äh, zurecht!“ „Dat sehe ich ja nun völlig anders…. Hier fehlt einfach die weibliche Hand, hier müsste mal eine Frau heran, einwandfrei!“ Erneut wirft sie, viel zu kokett, den schlohweißen Schopf zurück. Ich spreche: „Ich weiß nicht so recht, ich bin in letzter Zeit doch etwas schwierig und auch etwas eigen geworden. Vielleicht nicht das Richtige für eine Frau, solch ein, tja, schwieriger Mann, wenn Sie so in etwa wissen, was ich meine.“ Frau Lebendrupf sagt trocken: „Nun, mein letzter Mann war mehr als schwierig. Und auch der zuvor war ja nun alles andere als pflegeleicht. Und jener vor diesem davor….“ Ich unterbreche, vielleicht etwas zu schroff: „Ich aber bin entsetzlich schwierig!“ „Ach ja? Einfach seid ihr ja alle nicht. Es gibt einfach keine einfachen Männer, so!“ „Ich bin schrecklich schwierig und kompliziert!“ „Und wat macht Sie so schwierig, Herr Jantherichs?“ „Nun, ich habe da gewisse Präferenzen sexueller Natur… Wissen Sie, es ist wirklich etwas speziell. Das sind gewisse Neigungen… Tja, ich äh denke, es könnte Sie überfordern.“ „So? Welch jrotesker Jedanke, janz abwejich dat.… Mich kann doch nun wirklich nichts mehr auf dieser Welt erschüttern, nach immerhin 4 Ehen! Welcher Art sind denn Ihre Vorlieben und Neigungen, werter Herr Nachbar?“ „Da spielen Zerstückelungen eine nicht gerade unerhebliche Rolle, auch Kotfraß und Natursektgelage…“ Rasch steht die Nachbarin auf, viel zu rasch – denn der Küchenstuhl fällt dabei um. Im Gehen ruft sie noch: „Ich muss leider schon weg. Meine Schwester Wanda kommt doch gleich zu Besuch. Und ich habe noch rein jar nüscht vorbereitet. Ich habe noch so viel zu tun!“ Und noch kurz bevor die Tür zuklappt, höre ich noch: „Dat Dressing reicht jlatt für 500 jr. Mischsalat aus!“ Jut zu wissen! Neu ist die Sache
mit der Schwester. Von einer Schwester Wanda hatte ich noch nie gehört. Da wohnt man so lange beisammen -
und kennt sich letztlich doch nicht wirklich.
Nicht lange nach diesem Besuch, es mag auf 14:24 Uhr gegangen sein, klingelt es an meiner Wohnungstür. Ich öffne: „Tach!“ „Tach auch, Herr Nachbar, ich bin´s!“ Die Frau Ganss vom 1. Stock links (Frau Lebendrupf wohnt im 1. Stock rechts!). Sie kommt meist, in der Regel, kurz nach Frau Lebendrupf. Vielleicht deshalb, weil sie via Türspion unser komplettes Treppenhausleben zu überwachen pflegt. Das wissen alle 8 Parteien hier in unserem Haus „Gänsefüßchen“ in der Gänsekleingasse. Frau Lebendrupf würde dies wohl so aussprechen: „…Haus Jänsefüßken in der Jänsekleinjasse…“ Frau Ganss strahlt mit all der Kraft ihrer 57jährigen Weiblichkeit, der einwandfrei ein Mann im Leben fehlt: „Ich habe Ihnen etwas mitgebracht... Darf ich es in der Küche auspacken?“ Erst jetzt, im Vorbeihuschen der etwas kantig wirkenden Witwe Ganss, bemerke ich ihre Tasche, die sie zuvor hinter dem Rücken geparkt hatte. Auf meinem Küchentisch landet diese Tasche, wuchtig platziert, die Gaben der beiden anderen Nachbarinnen verdeckend. Es kommt ein Päckchen Salatdressing ans Licht der gleißenden Nachmittagssonne, die so verspielt bei mir hereinzuschauen die Freundlichkeit besitzt. 3 Päckchen Französische Kräuter. Ich nehme eines davon hoch, drehe es um. MHD 11/2010 – jetzt wird es mal wirklich interessant. Eine Gabe, die gegebenenfalls noch zu nutzen wäre, wenn ich bis Mitternacht des heutigen Tages, wir schreiben den 30. November 2010, es ist ein sehr freundlich heller Dienstag, die Temperatur ist keineswegs der Jahreszeit angemessen, 1500 Gramm Mischsalat aufzutreiben und zu verarbeiten in der Lage sein würde. Schon fast verunsichert von so viel unverschämtem Glück, wage ich es, der netten Nachbarin ein Lächeln zukommen zu lassen. Die 57jährige Frau Ganss deutet dies jedoch miss…
„Ich sage es gerade heraus. Ich habe einen Anschlag auf Sie vor, Herr Gantherich. Jaaa! Ich möchte Sie nämlich einladen!“ Ich deute auf den umgekippten Stuhl. Sie stellt ihn sehr geschickt, mit nur einer Hand, wieder auf und setzt sich. Ich nehme ebenfalls Platz. Es muss honoriert werden, denke ich, dass jenes Ganss´sche Mitbringsel tatsächlich noch brauchbar, nutzbar ist. Ich schaue auf die Küchenuhr: 14:28 Uhr. Also noch über 9 Stunden, in denen es Salat zu kaufen gilt. Dann könnte ich das Geschenk der Nachbarin, Frau Ganss, nutzen. Sie spricht munter weiter: „Am Samstag. Eine kleine Festivität. So gegen 19 Uhr? Ja? Ich hätte wirklich sehr gern, dass Sie zu mir kommen. Es wäre mir, quasi, ein Anliegen, verstehen Sie mich?“ „Und wer wird sonst noch alles da sein, an diesem Samstag?“ Frau Ganss druckst ein wenig herum. „Nun jaaaa… Sie werden da sein, tja, und auch ich werde übrigens anwesend sein…“ „Na, liebe Frau Ganss, es handelt sich ja schließlich um Ihre kleine Festivität. Da wird dann allgemein erwartet, dass Sie anwesend sind, das dürfte ja klar sein.“ „Es gibt Bowle!“ „So so…“ „Ja, eine Bowle!“ „Und welcher Art?“ „Pfirsich!“ „Ach so… Pfirsich. Sehr schmackhaft. Was werden Sie beimischen, Frau Ganss?“ „Etwas Doppelkorn. Gegebenenfalls auch noch einen Liter Absinth, das findet sich dann schon…“ „Nicht übel!“ „Sehen Sie! Ich habe da auch noch etwas Marillenlikör…“ Ich unterbreche: „Aus 1991?“ Ein teuflisch guter Jahrgang für Marillenlikör! „Nein“, antwortet die 57jährige Witwe, „aus 1993!“ Etwas enttäuscht schiebe ich ein leicht deplaziertes „aha“ ein. Das Gespräch stockt. Nach der Pause, die knapp am Rande einer Peinlichkeit spazieren zu gehen scheint, sagt Frau Elsbetha Ganss leise: „Ich mache Schnittchen!“ „Pumpernickel?“ „Nein, Westfälisches Schwarzbrot!“ „Aha!“ Diese meine Aha’s häufen sich peinlicherweise. Ich spreche flott in diese sich bereits erneut abzeichnende Pause hinein: „Wird es auch Salat geben?“ „Nein, auf gar keinen Fall. Ich bin kein Salat-Fan.“ meint die Witwe. Beide schauen wir, gleichzeitig, zu den drei Tütchen Salatdressing ‚Französische Kräuter’. Mit dem Blick auf die Tütchen sage ich leise: „So so…“ Frau Ganss lässt einige Zeit verstreichen, ehe sie antwortet: „Ich dachte auch an Tomaten…“ Das ist mein Thema: „Auch Gurken?“ „Kaum!“ Ich gebe nicht auf: „Radieschen?“ „Wenig!“ „Und Röstzwiebeln?“ „Habe ich noch etwas da, ja.“ „Na, dann steht der wilden Fete ja nichts mehr im Wege. Ich komme dann am Samstag, dem 4.12.2010 um 20 Uhr zu Ihnen runter in den 1. Stock links, in Ordnung, liebe Frau Ganss!“ „Nein, um 19 Uhr bitte!“ „Okay, 19 Uhr am Samstag, 4.12.2010!“ Ich werde natürlich nicht auftauchen, klare Sache… Wo kämen wir da hin. Jetzt flott Salat kaufen gehen, um das Päckchen nutzen zu können. Ziellos streife ich durch die Küche. Ach was, entscheide ich dann. Ich gehe doch jetzt, halb in der Nacht, nicht los und kaufe Feldsalat ein. Soll das Tütchen doch umkommmen, denke ich trotzig. Soll es doch.
Nachdem Frau Ganss entwichen war, verstaue ich all diese angesammelten Tütchen meiner Salatdressings im Küchenschrank. Man konnte ja nie wissen… Und, als hätte ich das so geahnt, klingelt und pocht es gleichzeitig an der Tür. Das hieße ja, sinnierte ich so vor mich hin, dass jemand mit links den Klingelknopf betätigte, und gleichzeitig mit rechts an der Tür klopfte. Es sei denn, derjenige ist Linkshänder, dann würde… Ach, genug der Überlegungen, ich gehe entschlossen zur Tür und öffne, allerdings nur einen sehr kleinen Spalt. Ich treffe auf den imposant großen Kopf der Nachbarin vom Keller, der Frau Feder. Der massige Leib drängt nach, und wuuusch, schiebt er sich mächtig in die Richtung der Küche. Keuchend nimmt sie Platz. Doch mit einer gewissen wuchtigen Eleganz ihrer 140 kg wirft sie achtlos eine Packung Salat-Dressing der Ausrichtung „Italienische Kräuter“ auf meinen Küchentisch und keucht: „Beste Ware! Habe ich frisch von Edeka gekauft, gleich für Sie mit!“ Sie ist schon lange hinter mir her. Ich habe nie Interesse signalisiert. Aber sie gibt nicht auf. Schon seit 2 ½ Jahren nicht. Da kann ich mich auf den Kopf stellen und „Gänsefleisch mol aus mei’m Lä’m do odder wenichschdäns aus meiner Kiche verschwind’n, jo?!?“ brüllen, diese Frau hier, hart nach Luft japsend, gibt nicht auf. Mich ängstigt das Dunkelrot ihrer Riesenrübe. Ich sage daher rasch: „Hören Sie, Frau Feder, ich habe vorhin ihren Ex-Gemahl gesehen. Unten. In der Gänsekleingasse…“ „Und, was wollte er?“ „Er suchte Sie. Wollte wohl ein Gespräch mit Ihnen, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Man versteht ihn ja in der Regel nur sehr schlecht.“ „Weiß ich. Das Problem kenne ich. Durch seine extreme Kurzatmigkeit keucht er die Sätze eher heraus als dass er sie normal zu sprechen in der Lage ist. Kenne das Problem. Und weiß darüber Bescheid…“ „Jedenfalls sucht er Sie. Den direkten Kontakt wünscht er, glaubte ich heraus gehört zu haben. Er sucht den Kontakt zu Ihnen, Frau Feder!“
„Ach ja? Ich war die ganze Zeit zuhause. Warum klingelt er da nicht einfach bei mir, wenn er mich sprechen will, mein Ex-Mann?“ „Da bin ich in der Tat überfragt!“ „So?“ „Ja.“ „Aha…“ Sie nimmt ein beängstigend großes Tuch aus der XXXL-Kittelschürze und wischt sich damit das feiste Gesicht ab. Als sie sich wieder mir, dem sorgenvoll Dreinblickenden, widmet, geben ihre viel zu ruckartig geschleuderten, wie grotesk am Kopf befestigten, fetten schlappenden Wangenlappen, durch die äußerst schnelle Kopfbewegung, eine Art klatschend-schmatzendes Geräusch ab. „Mir fällt da gerade ein“, sage ich etwas lahm zu ihr, „dass ich ihn gar nicht in der Gasse getroffen habe… Es war im Geräteschuppen!“ „Im Geräteschuppen?“ echot sie. „Nein, da war es auch nicht. Es war im Waschkeller!“ „Hier im Haus???“ „Genau hier, im Waschkeller, gleich neben Ihrer Wohnung.“ „Dass mich das Mäuslein… Da hätte er mich doch wirklich leicht, ich meine, sogar sehr leicht antreffen können. Der Waschkeller ist doch keine 5 m von der Wohnungstür entfernt…“ „Ja, merkwürdig…“ „Was wollte er denn genau von mir?“ „Der Mann hat Probleme, große Probleme. Er schrie in einer Tour ‚Claudia, Claudia’, ihn plagten gewaltige Probleme, so hatte es den Anschein.…“ „Aber ich heiße nicht Claudia!“ Sie wischte sich die triefnasse Stirn. „Da-da-da-das weiß ich…“ behauptete ich reichlich frech. „Ihr Name ist….“ „Stimmt, Karin. Ich heiße Karin Feder!“ „Exakt!“ – Pause – „Ihr Mann… „ Sie unterbricht unwirsch: „Ex-Mann!“ „Richtig, Ihr Ex-Mann, er brüllte pausenlos ‚Claudia’, das war im 1. oder 2. Stock dieses Hauses!“ „Eben war es doch noch im Waschkeller, nicht wahr?“ „Kann sein, kann aber auch nicht sein. Ich denke, Sie sollten ihn nun unbedingt suchen. Sicher ist er JETZT im Waschkeller; eben im 2. Stock, vorhin auf der Gasse, nun aber, eventuell…“ „Ja ja, schon gut, ich weiß, der Ex will Sex! Aber nicht mit mir, sondern mit einer Claudia. Ich werde ihm die Leviten lesen, darauf können Sie sich verlassen…“ Schwerfällig erhob sich die 140kg Frau, es war ein Wunder, dass mein Küchenstuhl das überlebt hatte. Schnaufend treibt sie ihren massigen Körper in die Richtung der Tür. Sie dreht sich nochmals um und sagt prustend vor Anstrengung aufgrund des 8 Meter-Marsches:
„Auf Wiederhören!“ Ich sage deutlich: „Auf Wiedersehen!“ „Wie Sie wünschen!“ „In der Tat?“ „Ich klingele dann mal wieder an, die Tage…“ (Lange Pause) „Bei (kleinere Pause) Ihnen…“ Das "Ihnen" streckt sie furchtbar lange.
Uff, Frau Feder war entfleucht. Gerade hatte ich das Teewasser aufgesetzt, mein >17- Uhr-Tee-Termin< rückte näher. Ich wollte gewappnet sein, denn Punkt fünf Uhr, täglich, so mein Ritual nachmittags, wollte ich meinen Lindenblütentee trinken. Da klingelte es an meiner Wohnungstür... Matt, erschöpft und auch ein wenig flügellahm tappe ich zur Tür. Ich öffne sie weit. Gunda Gaensekiel aus dem 2. Stock. „Was wünschen Sie?“ frage ich, nicht gerade höflich. „Sie!“ sagt die Frau, sehr direkt, und drückt mir, es ist ja auch schon alles eins, ein Tütchen Salat Dressing Joghurt Kräuter in die Hand. Dankbar, fast schon freudig erregt, entdecke ich den Stempel: „Mindestens haltbar bis Ende Dez. 2012“. Gut, es ist nur ein Tütchen, aber immerhin… So lange haltbar. Da ich so gut wie nie Salat esse, außer vielleicht im Restaurant, freue ich mich über dieses für mich sehr lange Haltbarkeitsdatum. Ja, falls, dann… Ich könnte, wenn ich wüsste, dass ich wollte… Herrliches Leben im Konjunktiv!
Frau Gaensekiel drückt sich an mir vorbei, geht in Richtung Küche…. Ein heute doch sehr frequentierter Raum, denke ich, und stiefele ihr nach. Frau Gaensekiel ist fast 60, sieht aber wie knappe 75 aus. Extrem dünn, mit ledrigem Gesicht und faltigem, dürren Hals, ein wenig erinnert sie mich an einen Aasgeier. So viel ich weiß, hatte diese Frau nie einen Mann. Ich denke bei dem Anblick immer „Ungeöffnet an Absender zurück“, wofür ich mich selbst zu schelten pflege. So etwas sagt man nicht, und man denkt das erst recht nicht. Das ist pfuibui. Einfach nicht hinnehmbar. Wie konnte ich? Wie kann ich? Immer und immer wieder? Immerhin treffe ich old Gaensegeier ähem old Gaensekiel 3 – 4 x die Woche.
Sie kommt sofort auf den Punkt: „Rucola!“ „Wie meinen?“ „Das Tütchen, das ich dir mitgebracht habe…“ Das flotte „Du“ verwunderte mich nun doch sehr. „Diese Joghurt Kräuter Geschichte… Am besten für Rucola-Salat geeignet, Gantherichs!“ „So? Will ich gerne beherzigen. Was also kann ich für… dich… tun?“ Mir kam dieses „Du“ nur sehr schwer über die Lippen. Aber was will man machen. Wenn eine ältere Person dir das DU anbietet, dann musst du schon mitspielen, sonst wird die Sache unhöflich. „Du sollst mir helfen.“ Autsch, denke ich. Defloration? Doppel-Autsch! In diesem Alter??? Und dass es ausgerechnet mich treffen muss. Das wird sicher sehr, sehr schmerzhaft - und zwar für beide Parteien. „Das Vertiko muss von der Gasse hoch in den 2. Stock. Habe es unten abstellen lassen. Kannst du mir das Teil also hoch wuchten, Gantherichs?“
Ich hatte zu schlucken. Zwiefach. Zunächst deshalb, weil dieser Kelch an mir vorüber gegangen zu sein schien, zum anderen, weil ich jedwede körperliche Tätigkeit strikt ablehne. Ich sagte ihr das: „Ich lehne jede körperliche Arbeit strikt ab, Gunda… Das ist eine Frage der Ehre, eine Grundsatz-Frage! I never worked, I never will! Keinen Finger werde ich, für keinen Menschen dieses Planeten, rühren. Capice?“ „Sooo? Auch dann nicht, wenn meine Entlöhnung quasi in Naturalien auf dich zukäme?“ „Wie meinst du das?“ „Ich würde dich nach Strich und Faden verwöhnen, mein Junge. Nach allen Regeln der Kunst so richtig körperlich verwöhnen, wenn du weißt, was ich meine… Es wird für dich ganz bestimmt unvergesslich werden. Na? Was sagst du? Na? Trägst du mir jetzt mein Vertiko in den 2. Stock?“ Ich wusste zwar nicht, was ein Vertiko ist – es hörte sich aber schwer an. Wohl wusste ich, dass „Vertigo“ Schwindel bedeutete. Doch hier handelte es sich wohl kaum um ein Benommenheitssyndrom.
Nein, es ging nicht um Schwindel. Ich wusste aber sicher, dass ich unter Naturalien etwas ganz, aber auch total anderes verstand. Wer hätte je davon gehört, dass jemand, der eine Entlöhnung auf Naturalien-Basis anbietet, Sex meint??? Dieser Geierkopf hatte eindeutig ein böses Rad am Wandern. Ohne jeden Zweifel sollte Gunda Gaensekiel dringend alle Muttern nachprüfen – und beizeiten auch deutlich fester verschrauben lassen. Hier war sehr dringlich Handlungsbedarf gegeben. Ich drängte die Frau, die sich nicht einmal auf den Stuhl gesetzt hatte (vielleicht sah er ihr auch seit der letzten Nutzung ein wenig zu wacklig aus), stetig in Richtung Tür. Da sie so gut wie nichts wog, hatte ich leichtes Spiel. „Ich werde auf gar keinen Fall irgendetwas wuchten, sei es ein Vertiko oder ein Klavier. Ich lehne das ab. Und das war mein letztes Wort! Wenngleich dein Angebot auch verlockend erscheinen mag, Gunda, aber nicht für Geld und gute Worte wäre ich bereit, körperliche Arbeit zu verrichten. Bitte wende dich an den Ex-Mann von Karin Feder. Der ist gerade irgendwo im Haus…“ Und, schwupps, hatte ich die alte Vettel, dieses Knochengerippe, die alte Xanthippe, Gwandhiefi oder Reef auf guad boarisch, aus der Tür, aus der Wohnung, aus meinem Leben (hoffentlich!).
Längst ist es nach 17 Uhr. Sacklzemend. Diese Teezeit hatte ich verpasst. Schön. Damit musste ich nun leben. Kein Lindenblütentee. Seufzend setzte ich mich auf den jetzt leider wackligen Küchenstuhl. Da pochte es recht zaghaft an meine Wohnungstür. Ich war im Hui dort. So pochte nur 1 Person. Seufz. Das musste… nein, das ist Frau Daune vom Erdgeschoss (mein Herz schlug bis zum Hals!). Süße 36 Jährchen jung, knusprig, hübsch, ledig und so unglaublich knuffig! Ich bin schon seit einem halben Jahr heftig in die Knusprigkeit verliebt, sie weiß es nur leider nicht. „Hallo, Herr Gantherich!“ begrüßt sie mich, wie immer recht freundlich. „Hallo Frau Daune. Darf ich Sie herein bitten?“ „Wenn ich äh nicht störe?“ „Aber nein, nei-en, nein-nein, ganz bestimmt nicht. Kommen Sie, bitte… Gehen wir in die Küche. Was kann ich für Sie tun?“ Wir setzen uns, Frau Daune sitzt ausgerechnet auf dem von Frau Feder durch ihre 140 kg so heftig malträtierten Stuhl; ich glühe innerlich, sehe Stella Daune verliebt an. „Ich habe ein Problem. Da ist so ein Stalker, ein Typ, der mir permanent Ärger macht. Steckt mir kleine Zettel mit, tja, ähm Liebesbotschaften in den Briefschlitz, ruft an die 12 x am Tag an, klingelt sehr oft bei mir, ist ab und an sogar im Hausflur anzutreffen… Nun, um es kurz zu machen. Meine Bitte wäre, dass Sie ihm mal so richtig die Meinung sagen. Sie sind doch ein großer, starker Mann. Und mein Mann ist ja, wie Sie vielleicht wissen, auf See. Noch gute 2 Monate…“ Ein Mann? Die Daune ist verheiratet? Wieso weiß ich davon nichts? Was für ein Malheur.
Welch Drama. Eine Tragödie! „So so, Ihr Mann ist auf hoher See und Sie haben einen Stalker am Hals!“ „Ja, ja, ganz genau. Sie sind der kräftigste Mann im Haus, seit Karin Feders Mann hier ausgezogen ist. ( Der Einzige! ) Würden Sie mir helfen? Ich habe meinem Mann alles erzählt. Er riet mir dazu, zur Polizei zu gehen. Das möchte ich aber nicht. Es reicht sicherlich aus, sich mal mächtig vor dem Stalker aufzubauen, dann wird er wohl keine weiteren Schwierigkeiten mehr machen. Was meinen Sie?“ „Das müssen Sie Ihrem Mann aber dann mitteilen… Ich meine, dass ich auf Ihren Wunsch hin….“ Stella unterbricht mich. „Nein, das ist doch SEIN Wunsch gewesen, nämlich, dass ich Sie anspreche!“ „Es war SEIN Wunsch?“ frage ich ungläubig. „Ja, mein Mann meinte, ich solle doch mal den Gantherichs aus dem 4. Stock fragen. Das ist doch ein imposant aussehender Kerl. Alt zwar, aber doch immerhin noch gut beieinander…“ Ich starb ein wenig vor mich hin, implodierte innerlich. Aha, Herr Daune hält mich für ‚alt’. Toll… „Gut denn, wenn es der Wunsch Ihres Gatten ist – ich will Ihnen gern den Gefallen tun und Ihren Stalker etwas einzuschüchtern versuchen. Wenn ich Ihnen nicht doch etwas zu, äh, gebrechlich bin.“ Das wirkte zwar ein wenig eingeschnappt, aber ich wollte die Reaktion unbedingt herausfordern. „Nö, ein Greis sind Sie ja nun noch nicht…“ Frau Daune wollte mich damit wohl aufmuntern, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich sinke nur noch mehr in mich zusammen. Wie es Greise geflissentlich zu tun pflegen.
"Ich habe Ihnen auch etwas mitgebracht. Schauen Sie, für Ihren nächsten Salat. Hier ist ein wenig Dressing.
Ich hatte Frau Feder aus der Kellerwohnung gefragt, womit man Ihnen eine Freude machen könnte. Und da
war sie flott zur Hand mit der Antwort: Salatsoße! Sie beide kennen sich ja recht gut. Liege ich damit richtig? French Style. Mögen Sie das?" Sie bringt ein Tütchen Salatdressing hervor, legt es sacht auf den Tisch. Sie
ist so sanft, die Holde. So lieb und gut. Ach, von Herzen hab ich sie lieb. French Style Dressing. Vielleicht, wer weiß, werde ich in Bälde tatsächlich mal einen Salat machen. Warum eigentlich nicht? Aber nein, da kommt der alte Schlendrian wieder durch. Eher doch nicht… Salat. Wie fad. Daher…
Ich freue mich nur mäßig. "Danke, sehr lieb von Ihnen!" Das Leben kann ganz schön grausam und zynisch sein.
„Leben Sie denn ganz allein in der Dachkammer, Herr Gantherichs?“ Man kam eben nicht allzu häufig mit dem Erdgeschoss in Kontakt. Das musste ich jetzt leider feststellen. Eher noch mit dem Keller. „Ich?“ Natürlich ich… Dummkopf!
Verliebte Männer können sich so selten dämlich anstellen... Ich bin einer dieser extrem verliebten Volltrottel. Da sitzt sie also, der Traum meiner schlaflosen Nächte. Dieses wunderbare, großartige, schöne und stolze Weib mit allen Attributen der eines Mannes Mund wässrig machen könnenden Weiblichkeit. Da sitzt sie also und fragt mich so etwas. "Nun ja, ich lebe hier allein, das ist wahr." Und ich werde wohl den Rest meines Lebens allein bleiben... Seufz!
„Aber ich kann nicht klagen! Danke der Nachfrage. Nein wirklich, ich bin ein sehr gefragter Mann… Ich habe sehr häufig Besuch. Kann nicht klagen, danke!" sage ich tapfer und seufze erneut deutlich hörbar.
M Ä D E L S Z U H A U F ! E S K L I N G E L T T Ä G L I C H ! E L L E W E L L E T E B B E S
Stimmt tatsächlich!
- THE BITTER END -
DAS SAGT MEINE MUTTER ÜBER MICH...

Foto © 3sat.online/Pantera / Mai 2009
"Uns fehlen die Worte" Liste mit Gewinnerwörtern:
Die Juroren wählten aus den eingesendeten Wortvorschlägen insgesamt 70 Gewinnerwörter aus. Die Zuschauer, deren Wortvorschlag als Gewinner ausgewählt wurde, werden persönlich informiert und erhalten Buchpreise.
In Einzelfällen gab es mehrere Einreichungen mit demselben Wortvorschlag. In diesem Fall wurde der Ersteinsender als Gewinner ausgewählt. Alle Einsendungen und Wortvorschläge werden neben den Juroren-Texten in dem bei dtv im November 2009 erscheinenden Buch "Uns fehlen die Worte" veröffentlicht. Gewinnerwörter zu den Leerstellen
Nicht riechen können: geruchstaub (Dr. Hilmar Klaus) Niecher (Jürgen Werner)
nonasal (S. Tamsen)
Nicht schmecken können: gaumentaub (Dr. Helmut Viemann) ingust (Gerhard Hahn)
ein falsches Lächeln: Scheinlächeln (Dirk Scharbert)
Der 2. und der 4. Zeh: Zeigezehe und Ringzehe (nach dem Komiker Jochen Malmsheimer, auch eingesendet von Sarah M. Matsoukis)
Ein unbeabsichtigter Anruf, z.B. durch Sitzen auf dem Handy: Fehlfon (Joachim Fritz) Versehruf (Lore Rein) Sitzschaltung (Marlene Hoberg) mobiler Zufall (Marlene Hoberg) Dunkelwahl (Florence Siwak) Taschenruf (Dr. Stefan Strucken)
Das Innere des Brötchens: Brötchenwatte (Sarah Matsoukis)
Der Geruch, den der Regen hervorbringt, nachdem es lange Zeit warm und trocken war: Regenwürze (Jutta Pfeil)
Das (zwiespältige) Gefühl, wenn etwas genau so kommt, wie man es gewünscht, erhofft oder lange vorbereitet hat: Sehnsorge (Andrea Dobrowolski)
Entwünschungsleere (Ulrike Schwarzburger und Frank Braun)
Eine männliche Mätresse: Matratzo (Willy Graf)
Die Bevorzugung gut aussehender Menschen: Bellomanie (Lydia Obholzer)
Adonisbonus (Klaus Schirrich)
Eine Person, deren Namen man vergessen hat: Ohallodu (Gisela Büschken)
Ein Mensch mit multinationaler Herkunft:
Vielwurzler (Dr. Helmut Viemann)
Neubabylonier (Eric Boerner)
Globanten (Sigrun Werner)
Der vergebliche Versuch, sich an einen Traum zu erinnern: Traum-Alzheimer (Eva Korhammer)
Bereit zum Lachen sein: angegackert (Ute Bernhoeft)
Das, was von einer Sache ausgeht, der man Interesse entgegenbringt: Glückssog (Andrea Dobrowolski)
Der Prozess der Digitalisierung: Googlisierung (Peter Hoops) Googelisierung (Cornelia Bekiesch)
Ein Schwätzer, der die Umstehenden mit seinen Geschichten langweilt: Lidsenker (Claudia Mayr) Babbler (Christine Hartmann) Dunstplauderer (von Günter Paal) Schwatzling (Eckart Herold)
Schuldgefühl, die man bekommt, wenn man klatscht und tratscht: Gewissensnager (Suse Reeg)
Jemand, der sich gern als Opfer sieht: tiefmütig (Anja Hampel)
Jemand, der die Meinung anderer Leute übernimmt, weil er keine eigene hat: Nachmeinler (Liliane Dabernitz)
Das Gegenteil zu "dauern": plötzen (Rolf Kalmbacher) hurten (Sarah M. Matsoukis)
Nach dem Aufwachen seinem Traum nachhängen: traumsuhlen (Heidi Jungjohanns)
Die kleine Leuchte im Lichtschalter: Glimmerli (Edith Hocke)
Eine Wahrheit, die jeder kennt, aber niemand ausspricht: Kaiserkleid (Eric Boerner)
Nach einem Liebeskummer untröstlich/todunglücklich sein: balzwund (Gregor Szyndler)
Jemand, der sich ständig unnötig Sorgen macht: Grämerseele (M. Asam) Zittribus (Mike Mateescu) Überhase (Monika Schmidt)
Der giftige Uferschaum: Gleische (Rolf Höfer) Gülch (Monika Geipel)
Alles, was unsere Augen, unser Sehen stört oder „belästigt“, (analog zur Lärmbelästigung beim Hören): Blickmüll (Klaus Baldinger)
Frühmorgens schon sehr gut gelaunt sein: frühfroh (Lutz Rackow)
Gewinnerwörter aus freien Vorschlägen der Zuschauer:
irgendwarum = aus irgendeinem Grund (Georg Panholzer)
Prophetenalarm (Lydia Möst)
Mondscheinläufer = wenn man nachts im Mondschein joggt und der fahle Schatten seiner Selbst einen still begleitet (Johann Rother)
Gedankenweben = sich etwas ausdenken (Anke Grelik)
Zungenlieger = etwas, das einem auf der Zunge liegt (Elena Gilles)
tränteln = langsam arbeiten (Joseé Kratochwil)
Hübschling = auch Sinnverzehrer genannt = ein sehr schöner Mensch (Christina Scholz)
nörrisch = nörgelig und mürrisch (Tilla Lingenberg)
Schwieger(in) = der Bruder / die Schwester der Ehefrau, vom Ehemann aus gesehen (Josef S. Fadel)
va = Suffix für alle Verwandten väterlicherseits, ma= Suffix für die Verwandten mütterlicherseits, z.B. Onkelva (Josef S. Fadel)
Pufka = Saugglocke für das WC (Dipl. Ing. Peter Engelbrecht)
Wetterverschwendung = die manchmal ungleiche Verteilung des Wetters zwischen Tag und Nacht (Heinz Burger)
sapsen = einen nicht ganz gerade liegenden Kartenstapel ausrichten (Anna und Wilma Berger)
schnieseln = Schneenieseln (Anja Haase)
Verlierspiel = kostenpflichtiges Telefongewinnspiel (Thomas Zacharias)
Trendlemming = jemand, der verblüffend schnell seine Meinung ändert (Kaspar Heuser)
Substanzvampire (Kaspar Heuser)
Idiomanie = die Unart, sich ständig neue Wörter auszudenken (Line Burg)
knöhren = Unmutsäußerung (Ernst-Wilhelm Edert)
drömeln = antriebslos sein
(Gerd Cremer)Kopfschwätzer = jemand der zwischenmenschliche Gefühle ausdiskutiert und zerredet (Dieter Müller-Veeh)
Zeitweh = Trauer um die vergangene Zeit, analog zu Heimweh (Cornelia Chudzinski)
MEIN BEVORZUGTES FRUCHTGEMÜSE: GHERKINS
Mein Getränk
Mein Gemüt
Mein T-Shirt
Gurke 1984-87 (Heidelberg;
eine gute Zeit: Green Bike & Claudia Hering & THC & Sehr viel Tomfoolery aller Art, zum Teil wirklich nicht N O R M A L !)
Das war´s also. Ich danke für die freundliche Aufmerksamkeit und für die Zeit, die Sie/die Du hier verbracht haben/hast. Das war hoffentlich keine Zeit, die Du/die Sie als verschwendet ansiehst/ansehen. Das wäre schade!